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Die Feiertage der Hexen - auch Sabbate genannt - sind die acht heiligen Nächte der Hexen. Sie werden jährlich zelebriert und stehen in enger Beziehung zu bestimmten kosmischen Rhythmen. Nach Ansicht von Forschern sind vier dieser Sabbate Jahrtausende alt. Ihre Ursprünge verlieren sich in der grauen Vorzeit der menschlichen Geschichte. Die anderen vier haben ihren Ursprung wahrscheinlich im Druidentum und sind somit jünger. Sie sind aber immer noch viel älter als das Christentum!
Zu den vier alten magischen Festen gehören folgende:
Samhain - in der Nacht vom 31. Oktober zum 1. November
Samhain wird von vielen Hexen als Neujahrsfest des Hexenjahres aufgefasst. Andere hingegen halten Yule - die Wintersonnenwende - für den Beginn des neuen Jahres. Für welchen Tag man sich persönlich entscheidet, sei hier jedem selbst überlassen.
Samhain leitet nach ersterer Annahme die dunkle, destruktive Phase - die Winterzeit - ein, um dann in der Wintersonnenwende ihren Höhepunkt zu erreichen. Deshalb ist die vorherrschende Farbe an diesem Tag auch Schwarz. In dieser auch unter "Halloween" bekannten Nacht sollen die Tore zur Anderswelt und zum Totenreich besonders durchlässig sein. Das bedeutet, dass man heute mit genau dieser Welt in Ritualen kommunizieren kann.
Die Druiden haben zu diesem Fest unter anderem riesige Feuer entzündet, um die Seelen der Toten zu wärmen. In unseren Breitengraden wird am 1. November Allerheiligen gefeiert, indem die Christen den Verstorbenen gedenken.
Lupercalia - Lichtmess in der Nacht vom 1. zum 2. Februar
Lupercalia oder auch Imbolc läutet das Ende der eben beschriebenen dunklen Phase ein. Es ist das Fest des Lichts und symbolisiert so die ersten Anzeichen des heraufziehenden Frühlings. Die Tage werden nun wieder deutlich länger. Und dementsprechend ist die vorherrschende Farbe heute Weiß. Die katholische Kirche feiert heute Lichtmess.
Beltane - in der Nacht vom 30. April zum 1. Mai
Beltane liegt Samhain genau gegenüber und stellt damit das Halbjahresfest der Hexen dar. Gefeiert wird hier die Vereinigung von Gott und Göttin, aber auch die Fruchtbarkeit der Göttin. Grün symbolisiert an diesem Tag die Stimmung, die jetzt auch in der Natur zu finden ist. Alles blüht und die Natur strotzt nur so vor Kraft.
Wohl am bekanntesten ist Beltane auch unter dem Namen "Walpurgisnacht". So wird sie auch immer wieder ausgiebig auf dem Brocken - dem "Hexenberg" in Deutschland schlechthin - gefeiert. Das riesige Feuer dient dabei der Vertreibung der letzten Winterdämonen.
Lammas - in der Nacht vom 31. Juli zum 1. August
Dieses Fest wird auch Lugnasad von den Wicca genannt. Lammas ist eigentlich die alte Bezeichnung der Kelten. Die Phase des Lichts klingt jetzt langsam ab und es beginnt die Phase der Reife der Früchte und der Ernte. Zwar ist noch Hochsommer, aber die ersten Vorläufer des Herbstes werden spürbar. Die vorherrschenden Farben sind an diesem Tag Rot und Orange. Lammas entspricht somit dem traditionellen Erntedankfest auf dem Land.
Zu den vier "neueren" Festen gehören dann noch diese:
Yule - Wintersonnenwende in der Nacht vom 21. zum 22. Dezember
Wie schon erwähnt wird dieses Fest von einigen Hexen als Neujahrsfest des Hexenjahres gefeiert, während andere Samhain für diesen Tag halten. Auch hier sei wieder erwähnt, daß es jeder so halten mag, wie es ihm beliebt.
An diesem Tag haben wir die längste Nacht im Jahr und somit auch den Höhepunkt der Dunkelheit erreicht. Gefeiert wird nun, dass die Tage ab heute wieder länger werden und die Sonne wieder kräftiger wird. Deshalb wird Yule auch als Fest der Wärme bezeichnet. Die vorherrschenden Farben sind Grün und Rot.
Bitte achtet darauf, dass die astrologische Entsprechung für dieses Fest vom Eintritt der Sonne in das Sternzeichen Steinbock abhängig ist. Somit kann sich dieser Termin etwas verschieben.
Ostara - Frühlingstagundnachtgleiche in der Nacht vom 20. zum 21. März
Zu diesem Fest halten sich Dunkelheit und Licht die Waage. Das bedeutet, der Tag und die Nacht sind gleich lang. Der Beginn des Frühlings wird gefeiert. Die Tage werden ab heute länger sein als die Nächte. Somit hat das Licht über die Dunkelheit gesiegt.
Da allerdings das astrologische Neujahr mit dem Eintritt der Sonne in das Sternzeichen Widder beginnt, kann dieser Termin letztlich doch zwischen dem 20. Und 23. März schwanken. Auch wenn uns jeder herkömmliche Kalender, den 21. März als Frühlingsbeginn nennt. Die vorherrschenden Farben für das heutige Fest sind Weiß und Gelb.
Litha - Sommersonnenwende in der Nacht vom 21. zum 22. Juni
In der Sommersonnenwende haben wir den längsten Tag und die kürzeste Nacht. Somit hat das Licht seinen Höhepunkt erreicht. Und genau das wird heute auch gefeiert, denn ab heute werden die Tage wieder kürzer. Die vorherrschenden Farben sind heute Gelb und Orange.
Auch hier ist der Termin der Sommersonnenwende wieder abhängig von dem Eintritt der Sonne in ein neues Tierkreiszeichen. In diesem Fall ist es das Zeichen Krebs. Achtet auf diese astrologische Entsprechung und Ihr könnt keinen Fehler machen beim Festlegen des jeweiligen Termins.
Mabon - Herbsttagundnachtgleiche in der Nacht vom 23. zum 24. September
Auch jetzt halten sich die Länge von Tag und Nacht wieder die Waage. Doch werden die Tage ab heute immer kürzer und die Phase der Dunkelheit übernimmt wieder das Ruder. Der Herbst wird spürbar. Das Laub beginnt zu Boden zu fallen. Mabon ist das zweite Fest zur Danksagung für eine reiche Ernte. An diesem Tag sind die vorherrschenden Farben ein dunkles Rot und Braun.
Astrologisch muss dieser Termin auf den Wechsel der Sonne in das Zeichen Waage gelegt werden.
Die Großen Sabbate beginnen im allgemeinen ein bis zwei Stunden vor Mitternacht am Abend des erstgenannten Datums, erreichen dann um Mitternacht ihren Höhepunkt und klingen in den frühen Morgenstunden des zweitgenannten Datums aus.
Bei den vier letztgenannten Festen kann es zu Datumsverschiebungen kommen, da ihr Zeitpunkt immer an den Eintritt der Sonne in ein neues Tierkreiszeichen gebunden sind (Winter-Äquinoktium = Steinbock; Frühlings-Äquinoktium = Widder; Sommer-Äquinoktium = Krebs; Herbst-Äquinoktium = Waage). Dafür sind allerdings die Daten der älteren Feste konstant.
Alle diese heiligen Hexen-Nächte entsprechen einer besonderen "Qualität". In diesen Nächten ist das Wirken kosmisch-göttlicher Urkräfte und höherer geistiger Wesenheiten viel stärker als sonst. Und allen Teilnehmern soll während der Zelebration dieser Sabbate eine besondere magische Weihe zuteil werden. Auch dem Einwirken der alten Götter auf die Erde wird eine besondere Dynamik verliehen. Grundsätzlich entstehen an diesen Tagen gewisse "Tore" zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Welt, die übersinnlichen Sphären sind in diesen Nächten "durchlässiger". An Samhain sollen sie allerdings - wie bereits erwähnt - am durchlässigsten sein.
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